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1. Deutsche Einzelmeisterschaft U13

Maria Kuse (SV Lok Staßfurt) und Marie Lücke (FSV Nienburg 1990) holen Bronze für Sachsen-Anhalt

Erstmals in der Geschichte des Deutschen Badmintonsports kam es am vergangenem Wochenende (25./26.05.2013) zur Austragung einer Nachwuchsmeisterschaft der Altersklasse U13 auf Bundesebene.

Mit der Sportstätte des Bundesligisten 1. BC Beuel (Nordrhein-Westfalen) waren durch den Ausrichter hervorragende Bedingungen gegeben.

Sachsen-Anhalt konnte sich für diesen Jahreshöhepunkt mit Maria Kuse, Marie Lücke und den beiden Jungen Paul Werner Dingethal (SV Lok Staßfurt) und Johannes Barth (1. BC Halle-Kröllwitz) qualifizieren. Während die Jungen nur ein Startrecht in der gemischten Disziplin besaßen, durften Marie im Mixed und Mädchendoppel sowie Maria in allen drei Disziplinen den Wettkampf aufnehmen.

Der Auftakt dieser Meisterschaft wurde mit dem Mixed vollzogen. Die Erwartungen, dass unsere Paarungen in dieser Disziplin eine Rolle spielen könnten, waren gedämpft. Spieltechnisch zwar ebenbürtig, aber leider hinsichtlich der Konstitution der Jungen mit Nachteilen in der Reichweite behaftet. Während die Staßfurter Paarung mit Paul und Maria ein Freilos in der ersten Runde hatte, mussten Johannes und Marie gleich gegen die Paarung aus Hessen Timo Hechler/Justine Bothe antreten. Nach anfänglichen Unsicherheiten auf beiden Seiten schaffte es unser Team einen komfortablen Vorsprung von 18:13 Punkten rauszuarbeiten, welcher unverständlicherweise durch unkonzentrierte Spielweise wieder vergeben wurde. Es gelang nochmals von 18:17 auf 20:17 davonzuziehen. Der mögliche Satzgewinn sollte es jedoch nicht werden. Mit 22:20 verbuchte die Konkurrenz das bessere Ende für sich. Den moralischen Vorteil nutzend, setzten sich die Hessen dann schnell zum Beginn des zweiten Satzes bis 11:3 ab. Davon sichtlich beeindruckt, fand unser Team keine Einstellung um die drohende Niederlage noch abzuwenden. Sie fiel nun mit 10:21 deutlich aus. Schade, denn hier war mehr möglich. Unsere andere Paarung traf in der zweiten Runde auf Samuel Gnalian/Monika Weigert (Bayern), die auf Position zwei Gesetzten im Turnier. Unser Duo bot dem Mitfavoriten über weite Strecken Paroli. Dass diese sich am Ende mit 21:17 und 21:14 behaupteten konnte, kam nicht unerwartet.

Die Mädchen hatten es nun allein in der Hand in ihren Disziplinen für Furore zu sorgen. Sie taten das mit Bravour. In der Einzeldisziplin gab es bei den Jungen und Mädchen je acht Gruppen zu je 3 Spielern. Maria hatte sich in Gruppe 3 mit den Spielerinnen Laura Stoll (Baden-Württemberg) und Caroline Müller-Kirschbaum (Nordrhein-Westfalen) auseinanderzusetzen. Gegen Laura gewann sie mit 21:13/21:17 und gegen Caroline mit 21:12/21:13. Die Pflichtaufgabe hatte Maria damit erfüllt. Für den Trainer und die mitgereisten Eltern blieb festzustellen, spielerisch überzeugend waren diese Erfolge noch nicht. Zu fehlerhaft und zu langsam war die Spielweise unserer Starterin. Natürlich musste man einschränkend wissen, dass Maria krankheitsbedingt einige Trainingsausfälle vor kurzer Zeit zu verkraften hatte. Umso mehr muss man loben, dass ab dem Viertelfinale eine ganz andere Maria auf dem Feld stand. Auf einmal ging die Post ab. Unsere Spielerin agierte nun schneller und genauer über längere Ballwechsel. Nun machte es auch den Zuschauern deutlich mehr Spaß, Badminton auf so hohem Niveau in dieser Altersklasse zu erleben. Die Spielerin Julia Wang (Rheinhessen-Pfalz) musste die Leistungssteigerung zur Kenntnis nehmen. Im ersten Satz hielt sie lange Stand. Den Satzgewinn der Staßfurterin mit 21:16 vermochte sie jedoch nicht zu verhindern. Auch im 2. Abschnitt ließ Maria nicht locker und gewann nun mit 21:10 noch deutlicher. Der Traum vom Gewinn einer Medaille hatte sich damit bereits erfüllt. Es stand aber noch das Spiel um den Einzug in das Finale an. Ihre Dauerkonkurrentin Nicola Oltersdorff (Bayern), bereits zweimal bei den Deutschen Ranglisten in zwei Sätzen gegen Maria erfolgreich, stand ihr gegenüber. Die Anfangsphase in diesem Match ließ erneut vermuten, dass unsere Spielerin chancenlos bleibt. Unglücklich die ersten Bälle für uns. Maria spielt taktisch kluge Züge, hatte Nicola schon ausgespielt und ohne Reaktion zum Ball, aber die Bälle landen knapp neben der Auslinie bzw. im Netz. Über den Punktestand von 0:2 hinaus legte die Konkurrentin weiter bis auf 8:0 vor. Erst jetzt gelingt Maria der erste Punkt. Bis zur ersten Pause erreicht die Bayerin einen klaren Vorsprung von 11:3 Punkten. Die Aufholjagd beginnt. Es gelingt, bis zum Spielstand 10:14 aufzuschließen. Den Satzerfolg ihrer Dauerrivalin mit 21:12 kann sie nicht mehr verhindern. Der zweite Teil verläuft nun von Anbeginn ausgeglichener. Am Netz gelingt es mehrfach durch Crossbälle Vorteile zu erreichen und auch im Vorhandgrundlinienbereich zeigt die Konkurrentin Schwächen. Es bleibt ein Spiel auf Augenhöhe. Selbst die 20:17 Führung für Maria reicht für den Satzerfolg noch nicht. Es kommt zum Gleichstand 20:20 beide. Die Entscheidung fällt mit 23:21 zu Gunsten unserer Spielerin. Die Spielentscheidung ist auf den 3. Satz vertagt. Wie im zweiten Teil schenken sich beide Spielerinnen nichts. Bis zum Ende bleibt das Match ausgeglichen. Als glückliche Gewinnerin aber zieht die Bayerin knapp mit 21:19 in das Finale ein. Was für ein spannendes und niveauvolles Spiel bei dem es beide verdient hätten im Finale zu stehen.

Die letzte Disziplin mit einer Beteiligung aus unserem Verband, das Mädchendoppel stand noch bevor. Die Nienburgerin Marie Lücke nahm hier mit Maria den Wettkampf auf. In der Auftaktbegegnung traf unser Team auf Nicola Oltersdorff und Hanna Zentgraf (Bayern). Den ersten Satz sicherte sich unsere Paarung mit einem 21:16 Erfolg. Auch im zweiten Teil konnten sich unsere Mädchen durch einen 18:14 Vorsprung nahezu am Ziel wähnen. Doch mehr und mehr übernahm auf der Gegenseite die Spielerin N. Oltersdorff das Zepter zum handeln. Immer wieder schaltete sie sich in Ballwechsel ein die für ihre schwächere Partnerin bestimmt waren. Durch ihren verstärkten Angriffsdruck wurde das bayerische Duo nun spielbestimmend. Unser Team geriet dadurch mehrfach in Bedrängnis. Die Fehler in der Verteidigung häuften sich. Es gelang den Konkurrentinnen damit den Spielverlust vorerst zu vermeiden und Satzgleichstand herzustellen. Im dritten Abschnitt blieb das Match ausgeglichen. Spielentscheidend für unser Duo war, dass in der Endphase der Begegnung mehr Angriffsdruck ausgeübt werden konnte. Dadurch ergaben sich zwangsläufig gewinnbringende Vorteile. Mit 21:18 sicherten sich unsere Spielerinnen nicht unverdient den Einzug in die zweite Runde. Hier warteten Nele Van Der Coelen/Laura Weilberg aus Nordrhein-Westfalen. Diese Paarung stellte sich nicht so spielstark wie die vorherige dar. Schwächen in der Verteidigung machten sich unsere Spielerinnen immer wieder zunutze um zu punkten. Mit zwei Satzerfolgen von 21:11 zogen unsere Mädchen ungefährdet in das Halbfinale. Damit wurde bereits ein weiteres tolles Ergebnis erzielt. Die zweite Medaille für unser Bundesland war sicher. Es blieb beim Bronzerang. Eine Silbermedaille wurde es leider nicht, wenngleich auch im Halbfinale die Entscheidung eng ausfiel. Gegen die Halbfinalisten Emma Moszczynski/Marina Korsch (Hamburg) kam es zum erwartet spannenden Schlagabtausch. Keine der beiden Paarungen vermochte sich deutlich von der anderen abzusetzen. Zweimal musste unser Duo in dieser Begegnung einen knappen 21:19 Satz- und damit Spielverlust hinnehmen. Unglücklich für unsere Mädchen war im zweiten Satz die Entscheidung des Schiedsrichters beim Stand von 19:19. Der Ausball, welcher unserer Paarung die 20:19 Führung beschert hätte, wurde zu Gunsten der Hamburger angerechnet. Schade für unser Team. Dies schmälert nicht die gezeigte Leistung, toll die großartige Leistungssteigerung bei diesen Deutschen Meisterschaften. Mit dem Gewinn der Bronzemedaillen bei diesen Titelkämpfen krönten unsere Mädchen eine tadelsfreie Saison 2012/13 innerhalb der Gruppe Nord und auf Deutscher Ebene.

Das Präsidium beglückwünscht unsere Spieler und Spielerinnen zu den gezeigten Leistungen bei diesen Meisterschaften. Vielen Dank auch an die Eltern, Trainer und Betreuer in den Vereinen, ohne deren Unterstützung diese Erfolge nicht möglich gewesen wären.

Fotos: Facebook/1.BC Bonn-Beuel

 

 

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